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Geschichte der St. Stephanus-Kirche
Wer den im Süden der Insel Rügen gelegenen Ort Swantow aufsucht, den durchdringt ein Gefühl der Wärme
und Geborgenheit. Relikte aus längst vergangener Zeit sind hier auffindbar. In Alter Zeit war Swantow
ein langgestrecktes Dorf mit Kirche, Pfarre, Küsterei, einer Mühle, vier Bauernhöfen und zwei Katen. Der
dänische Bischof Absalon von Roskilde soll hier die ersten Christen dieser Gegend getauft haben.
Der Platz, auf dem die Kirche steht, ist von ihm geweiht.
1294 wird das erste Mal eine Kirche erwähnt, sie trägt den Namen Sankt Stephanus. Der Baubeginn
der heutigen Kirche war 1469. Sie steht dicht an der Stelle, wo sich einst der heilige Hain der Slawen befand.
Die großen Findlinge im Nordfundament könnten Teile der Kultstätte sein.
Der älteste Teil der Kirche ist der Nordteil, dort hat sich auch der Haupteingang befunden.
Das alte Weihwasserbecken deutet darauf hin. Die heutige Kanzel stammt aus dem Jahre 1705.
Sie ruht auf einer Figur, die Petrus darstellt und gehört zu einer barocken Ausstattung, die bis zur Renovierung zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts
den Raum bestimmte. Dann erfolgte die Neugestaltung des Altarraums mit einer einfachen Mensa und einer gotischen
Kreuzigungsgruppe. Leider wurden einige Baumaßnahmen unsachgemäß ausgeführt. So dringt Feuchtigkeit noch immer
durch das Mauerwerk.
Zahlreiche, teilweise umfangreiche Veränderungen prägen das heutige Bild der Kirche, an der die Spuren der Zeit nicht
einfach vorübergegangen sind. Fachgerechte Reparaturen sind dringend notwendig, um dieses Kleinod
norddeutscher Baukunst zu erhalten und zu bewahren.
Die hat sich der 1995 gegründete Fördervein zur Aufgabe gemacht.
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